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GRÜNE

Grüne Schüttorf

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KOMMUNALWAHLPROGRAMM STADT UND SAMTGEMEINDE SCHÜTTORF

GRÜN(D)E FÜR SCHÜTTORF 2026-2031


Klimaschutz, Umweltschutz, eine zukunftsfähige Verkehrsinfrastruktur und echte soziale Teilhabe – unsere Samtgemeinde Schüttorf mit der Stadt Schüttorf sowie den Gemeinden Ohne, Samern, Quendorf, Isterberg und Engden steht vor großen Aufgaben. Dafür braucht es eine Politik, die entschlossen handelt, Verantwortung übernimmt und den Wandel aktiv gestaltet.

Unser Ziel ist klar: Wir wollen klimagerechten Wohlstand schaffen – in einer solidarischen Gesellschaft, die niemanden zurücklässt. Dafür braucht es Mut, Ideen und neue Mehrheiten. Mehr GRÜNE in den Räten bedeuten mehr Einsatz für Umwelt, Lebensqualität und Zusammenhalt.

Unsere Kandidatinnen und Kandidaten für die Kommunalwahlen 2026: oben von links nach rechts: Aleida Niemeyer, Karen Werning, Sven Dernedde, Andreas Schnee-Gronauer, Claudia Middelberg, Kathrin Eissing, Arthur Lieske, Erik Pollmann, Max Werning, unten von links nach rechts: Waldemar Middelberg, Philipp Selzer, Dennis Peterberns. Es fehlen: Martin Schevel und Hans-Joachim Burchert

Klima-, Umwelt- und Naturschutz

Klimaschutz ist eine der zentralen Aufgaben unserer Zeit – auch in der Samtgemeinde Schüttorf. Die vergangenen Jahre haben deutlich gezeigt: Die Klimakrise ist Realität und wirkt sich spürbar auf unseren Alltag aus – durch häufigere und längere Hitzeperioden, Trockenheit, Starkregen und andere Extremwetterereignisse. Gleichzeitig stehen wir vor der Aufgabe, unsere Energieversorgung sicher, bezahlbar und klimafreundlich zu gestalten.

Wir GRÜNE wollen, dass die Samtgemeinde Schüttorf ihren konsequenten Beitrag zur Reduzierung von Treibhausgasemissionen leistet und sich gleichzeitig widerstandsfähig gegenüber den Folgen des Klimawandels aufstellt. Klimaschutz bedeutet für uns nicht Verzicht, sondern eine Chance: für Innovation, regionale Wertschöpfung und mehr Lebensqualität.

Unser Ziel ist eine klimaneutrale, nachhaltige und lebenswerte Samtgemeinde, in der Umwelt- und Naturschutz fest im Alltag verankert sind.

Klimaschutz beginnt vor Ort. Deshalb wollen wir die vorhandenen Handlungsspielräume konsequent nutzen und weiter ausbauen.


KONKRETE MAßNAHMEN FÜR DIE SAMTGEMEINDE SCHÜTTORF


KLIMASCHUTZKONZEPT

Wir setzen uns für die Fortschreibung und konsequente Umsetzung eines integrierten Klimaschutzkonzepts ein. Dieses soll klare, messbare Ziele sowie konkrete Maßnahmen enthalten, die auf die Bedürfnisse unserer Samtgemeinde zugeschnitten sind. Zur Umsetzung braucht es ein dauerhaftes Klimaschutzmanagement mit ausreichend personellen Ressourcen.

REGENERATIVE ENERGIEN BEI BÜRGER:INNEN VORANBRINGEN

Wir wollen Bürger:innen aktiv unterstützen: durch unabhängige Beratung zur energetischen Sanierung, zu modernen Heizsystemen wie Wärmepumpen und zu klimafreundlicher Energieversorgung. Den weiteren Ausbau der Solarenergie wollen wir unterstützen und bewerben. Das Solarpotentialkataster des Landkreises Grafschaft Bentheim ist kostenlos online zugänglich für alle. Dieses hilfreiche Werkzeug für jeden Hausbesitzenden wollen wir noch viel bekannter machen.

VORBILD SEIN

Die Samtgemeinde soll ihrer Vorbildfunktion gerecht werden und eigene Gebäude konsequent mit Photovoltaikanlagen ausstatten sowie energetisch modernisieren. Ebenso sollen nach und nach alle Fahrzeuge des Bauhofs und der Stadt und Samtgemeinde auf E-Betrieb umgestellt werden. Das spart langfristig Kosten und stärkt die lokale Energiewende.

NACHHALTIGE MOBILITÄT

Eine nachhaltige Mobilität ist ein Schlüssel für wirksamen Klimaschutz. Wir wollen den öffentlichen Nahverkehr attraktiver machen – durch bessere Taktung, verlässliche Verbindungen und bezahlbare Angebote. Vor allem setzen wir uns für eine fahrradfreundliche Infrastruktur ein, mit sicheren Radwegen, guten Abstellmöglichkeiten und einer besseren Vernetzung der Ortsteile.

LANDWIRTSCHAFT ALS PARTNER

Auch die Landwirtschaft ist ein wichtiger Partner im Klimaschutz. Wir wollen die Zusammenarbeit mit Landwirt:innen stärken, klima- und umweltfreundliche Bewirtschaftung fördern und regionale Vermarktungsstrukturen ausbauen. Ziel ist es, ökologische Landwirtschaft wirtschaftlich tragfähig zu machen und faire Preise zu sichern.

KLIMAWALD

Die Schaffung zusätzlicher Waldflächen – etwa durch einen „Klimawald“ – kann einen wichtigen Beitrag zum CO₂-Ausgleich leisten und zugleich Räume für Erholung und Begegnung schaffen.

KLIMAANPASSUNG

Neben dem Klimaschutz gewinnt die Klimaanpassung zunehmend an Bedeutung. Dazu gehören Maßnahmen wie die Entsiegelung von Flächen, die Verbesserung des Wassermanagements und mehr Stadtgrün zur Kühlung der Siedlungsbereiche.

NATURNAHE GESTALTUNG VON GÄRTEN UND ÖFFENTLICHEN GRÜNFLÄCHEN

Grünflächen sind unverzichtbar für Artenvielfalt, Klima und Lebensqualität. Wir setzen uns für einen bewussten und nachhaltigen Umgang mit diesen Flächen ein.

Öffentliche Grünflächen sollen – soweit möglich – naturnah gestaltet und gepflegt werden. Auf den Einsatz von Pestiziden und chemischen Düngemitteln wollen wir verzichten. Blühflächen entlang von Straßen und Wegen sollen gezielt ausgeweitet werden, um Lebensräume für Insekten zu schaffen.

Private Gärten spielen ebenfalls eine wichtige Rolle. Wir wollen naturnahe Gartengestaltung fördern und unnötige Versiegelung privater Flächen minimieren und umkehren. Die bestehenden gesetzlichen Vorgaben zur Begrünung nicht bebauter Flächen müssen konsequenter umgesetzt werden.

Regenwassernutzung wollen wir erleichtern und stärker fördern – sowohl aus ökologischen als auch aus wirtschaftlichen Gründen.

KOMMUNALE FLÄCHEN UND NATURSCHUTZ

Die Samtgemeinde trägt auch außerhalb der Siedlungsbereiche Verantwortung für Natur- und Klimaschutz. Kommunale Flächen sollen künftig verstärkt ökologisch bewirtschaftet werden.

Wegraine und Randstreifen wollen wir als wertvolle Lebensräume reaktivieren und ausbauen – etwa durch Blühstreifen, Hecken und standortgerechte Bepflanzung mit heimischen Arten.

Die kommunalen Wälder sollen langfristig in klimaresiliente, naturnahe Mischwälder umgebaut werden. Dabei haben Biodiversität, Bodenschutz und Klimastabilität Vorrang vor kurzfristiger Nutzung.

Neuanpflanzungen müssen an die sich verändernden klimatischen Bedingungen angepasst sein und auf heimische, robuste Baumarten setzen.

Wir setzen uns dafür ein, dass Schüttorf Teil des Netzwerks Kommunen für Biologische Vielfalt wird, um den Schutz der Artenvielfalt systematisch zu stärken.

Landschaftselemente wie Hecken, Feldgehölze, Baumreihen und Alleen sind unverzichtbare Bestandteile unseres Naturraums. Wir wollen sie besser schützen und weiterentwickeln.

Flächenverbrauch muss reduziert werden. Neue Baugebiete sollen vorrangig durch Innenentwicklung entstehen. Eingriffe in Natur und Landschaft müssen konsequent ausgeglichen werden. Entsiegelung soll dabei Vorrang haben.

Anti-Atom-Politik und Katastrophenschutz

Mit der Abschaltung des Atomkraftwerkes Emsland im Jahr 2023 ist ein wichtiger Schritt erreicht worden. Doch die atomaren Risiken in unserer Region bestehen weiterhin fort.

Noch immer befinden sich mehrere Atomanlagen in unserem erweiterten Umfeld: Dazu zählen die Brennelementefabrik in Lingen, Urananreicherungsanlagen wie die in Urananreicherungsanlage Gronau sowie im niederländischen Almelo und das Zwischenlager in Ahaus. Viele dieser Anlagen verfügen weiterhin über langfristige oder unbefristete Genehmigungen. Damit bleibt auch für unsere Region ein dauerhaftes Risiko bestehen – insbesondere durch Transporte radioaktiver Stoffe.

Für uns GRÜNE ist klar: Der Atomausstieg ist erst dann vollendet, wenn alle Atomanlagen stillgelegt sind und keine neuen Risiken entstehen.


KONKRETE MAßNAHMEN FÜR DIE SAMTGEMEINDE SCHÜTTORF


ANTI-ATOM

Wir setzen uns weiterhin für einen vollständigen Atomausstieg ein – auch auf regionaler Ebene. Dazu gehört, dass alle noch bestehenden Atomanlagen perspektivisch stillgelegt werden und keine neuen Genehmigungen erteilt werden.

Die Samtgemeinde Schüttorf darf kein Transitgebiet für Atomtransporte sein. Wir wollen uns dafür einsetzen, dass Transporte radioaktiver Stoffe – ob auf der Straße oder auf der Schiene, etwa über die Bentheimer Eisenbahn – verhindert oder zumindest auf ein Minimum reduziert werden.

Transparenz und Sicherheit haben oberste Priorität: Rettungskräfte und zuständige Behörden müssen frühzeitig und umfassend über geplante Atomtransporte informiert werden, damit sie im Ernstfall vorbereitet sind.

KATASTROPHENSCHUTZ

Ein moderner und funktionierender Katastrophenschutz ist unverzichtbar. Wir fordern die regelmäßige Aktualisierung, Veröffentlichung und praktische Überprüfung der Katastrophenschutzpläne. Dazu gehören auch realitätsnahe Übungen unter Einbeziehung aller relevanten Einsatzkräfte.

Die Bevölkerung muss gut informiert und einbezogen werden – sowohl beim Rückbau der Atomanlagen in der Region als auch bei der Suche nach einem Endlager für hochradioaktive Abfälle. Transparente Verfahren schaffen Vertrauen und ermöglichen echte Beteiligung.

Darüber hinaus wollen wir den Katastrophenschutz insgesamt stärken: durch optimale Ausstattung der Einsatzkräfte, moderne Warnsysteme und eine enge Zusammenarbeit über kommunale und nationale Grenzen hinweg.

Kinder, Ältere, Kranke und Menschen mit Unterstützungsbedarf benötigen dabei besondere Berücksichtigung in den Katastrophenplänen. Die Verwaltungen von Stadt, Samtgemeinde und Landkreis, die Rettungs- und Hilfsorganisationen müssen hier verzahnt arbeiten. Das gilt auch für die Zusammenarbeit mit den betroffenen Einrichtungen wie Altenheimen, Schulen, Kindergärten, Krankenhäusern und sonstigen Einrichtungen. Im Katastrophenfall müssen alle Beteiligten wissen, was zu tun ist, damit möglichst niemand zu Schaden kommt. Dafür braucht es rechtzeitig Schulungen und Informationen für alle Beteiligten.


Mobilität und Verkehr

Eine moderne Verkehrspolitik schafft Lebensqualität, schützt das Klima und sorgt für Sicherheit für alle Verkehrsteilnehmenden. Unser Ziel ist eine Mobilität, die zuverlässig, bezahlbar und umweltfreundlich ist. Alle Menschen sollen sich gleichberechtigt im öffentlichen Raum bewegen können.

Wir GRÜNE wollen die Verkehrswende auch in der Samtgemeinde Schüttorf aktiv gestalten. Dafür müssen Fuß- und Radverkehr deutlich gestärkt, der öffentliche Nahverkehr ausgebaut und neue Mobilitätsangebote gefördert werden. Gleichzeitig wollen wir unsere Orte lebenswerter machen – mit weniger Lärm, mehr Sicherheit und mehr Raum für Begegnung.


KONKRETE MAßNAHMEN FÜR DIE SAMTGEMEINDE SCHÜTTORF


VERKEHRSFÜRHUNG MIT KONZEPT

Wir setzen uns für die konsequente Fortschreibung und Umsetzung eines modernen Radverkehrskonzepts ein. Ziel ist ein durchgängiges, sicheres und gut ausgeschildertes Radwegenetz für alle Altersgruppen.

Fuß- und Radverkehr sollen im Alltag Vorrang erhalten. Dazu gehören sichere Wege, barrierefreie Übergänge, gute Kreisverkehre an allen großen Kreuzungen und eine bessere Vernetzung aller Ortsteile.

MARKTPLATZ

Die Fußgängerzone und den Marktplatz wollen wir attraktiver und barriereärmer gestalten – etwa durch eine neue, gut begehbare Pflasterung. Sehr gut geeignet ist dafür beispielsweise geschnittenes Kleinsteinbasaltpflaster. Es ist besser begehbar und mit Reifen befahrbar, weil die Oberfläche glatter ist als bei dem jetzt vorhandenen Kopfsteinpflaster. Gleichzeitig bliebe dadurch der historische Charakter des Marktplatzes erhalten. Durch diese Maßnahmen gewinnt die Aufenthaltsqualität. Perspektivisch streben wir eine Erweiterung der Fußgängerzone auf angrenzende Straßen wie Windstraße und Rathausstraße an.

    

So kann ein gut begehbares und trotzdem attraktives, zur Altstadt passendes Pflaster aussehen.

SICHER UNTERWEGS…

… AUF FAHRRADSTRASSEN

Fahrradstraßen sollen als sichere und direkte Verbindungen eingerichtet werden – insbesondere auf wichtigen Schul- und Alltagsrouten. So schaffen wir sichere Wege für Kinder, Jugendliche und Pendler*innen. Typische Schulwege aus den Wohngebieten „Achter der Bahn“ sind auch die Pagenstraße und die Ohnerstraße. Gerade bis zum Bahnübergang – und leider nicht nur hier - ist die Situation an vielen Stellen unübersichtlich und gefährlich.

…AN KREUZUNGEN

Gefährliche Verkehrspunkte wollen wir gezielt entschärfen. Dazu gehört auch der Umbau von Kreuzungen und Kreisverkehren um die Sichtbarkeit und Sicherheit von Radfahrenden deutlich zu verbessern. Lange Standzeiten für Radfahrende vor Ampeln reduzieren die Attraktivität das Rad statt des PKW zu wählen. Lange Standzeiten für Kraftfahrzeuge erhöhen die Abgasbelastung. Deshalb wollen wir Lösungen finden, wie zum Beispiel sichere Kreisverkehre und kluge und logische Ampelschaltungen.

…AUF DEM WEG ZUR SCHULE, ZUR KITA, ZUR ARBEIT UND ZURÜCK

Wir setzen uns dafür ein, dass in Wohngebieten und im Umfeld von Schulen und Kitas grundsätzlich Tempo 30 – Zonen eingerichtet werden. Verkehrsberuhigende Maßnahmen wie Fahrbahnverengungen, Begrünung, Aufpflasterungen und klare Markierungen sollen konsequent eingesetzt werden.

Ein zentraler Baustein ist die Entwicklung eines modernen Mobilitätsknotens im Bereich Fabrikstraße/Bahnhof. Dort wollen wir verschiedene Verkehrsmittel sinnvoll verknüpfen – vom Bus- und Bahnverkehr über Fahrradangebote bis hin zu Sharing-Modellen.

Neue Mobilitätsangebote wollen wir gezielt ausbauen: Dazu gehören Carsharing, Leihfahrräder und Lastenräder sowie eine bessere Ladeinfrastruktur für E-Mobilität. Diese Angebote sollen sowohl in der Stadt als auch in den Ortsteilen verfügbar sein.

Wir wollen mehr Räume schaffen, in denen Menschen Vorrang vor Autos haben – etwa durch Fahrradstraßen, verkehrsberuhigte Bereiche, Spielstraßen und sogenannte „Shared Spaces“.

Ampelschaltungen sollen grundsätzlich fußgänger- und fahrradfreundlicher gestaltet werden. Wartezeiten wollen wir reduzieren und automatische Grünphasen für diese Verkehrsteilnehmer*innen einführen.

Besondere Aufmerksamkeit gilt sensiblen Bereichen wie Schulwegen, Kitas und Ortsdurchfahrten. Hier wollen wir durch Querungshilfen, Zebrastreifen, bessere Beleuchtung und andere Maßnahmen die Sicherheit deutlich erhöhen.

Ein leistungsfähiger öffentlicher Nahverkehr ist unverzichtbar. Wir setzen uns dafür ein, dass Schüttorf und die umliegenden Gemeinden dauerhaft gut angebunden bleiben. Taktungen und Verbindungen – insbesondere am Abend und am Wochenende – müssen verbessert werden. Insbesondere die Zuverlässigkeit der Bahnverbindungen muss gesichert sein.

Auch die Kombination von Fahrrad und Bahn wollen wir erleichtern: durch bessere Mitnahmemöglichkeiten und sichere, ausreichend dimensionierte Abstellanlagen an Bahnhöfen und Haltestellen.

Im Schulbusverkehr hat Sicherheit oberste Priorität. Wir setzen uns dafür ein, dass jedes Kind einen Sitzplatz erhält und die Beförderung zuverlässig organisiert ist.

Es gibt einige Bushaltestellen, die dringend und schnell gesichert und modernisiert werden müssen: die Bushaltestelle an der Quendorfer Straße in Höhe des Gartenabfallsammelplatzes ist unbeleuchtet und hat keine Aufstellfläche oder einen Unterstand. Dieser Gefahrenpunkt muss entschärft werden. Dasselbe gilt für die Bushaltestelle an der Waldstraße in Quendorf. Auch hier stehen die Kinder ohne Aufstellfläche, schlecht sichtbar am Rande einer Kreisstraße, auf der gerade im Berufsverkehr oft schon 100 km/h gefahren werden. Das darf so nicht bleiben.


Energieversorgung in Schüttorf

Wir Grünen sehen den kommunalen Charakter der Stadtwerke Schüttorf Emsbüren (SWSE) als großen Vorteil. Unsere Energieversorgung soll nachhaltig, bezahlbar und auch demokratisch sein. Mit den Stadtwerken können wir gezielt planen. Investitionen in erneuerbare Lösungen, moderne Wärme­netze und soziale Tarife können Schüttorf wirtschaftlich und ökologisch führend machen, Bürger*innen  entlasten und das lokale Handwerk stärken.


VORTEILE KOMMUNALER STADTWERKE ERHALTEN


Demokratische Kontrolle

Stadtwerke gehören zu 100 % den Kommunen und nicht Konzernen. Entscheidungen über Investitionen und Preise werden von Stadt- und Gemeinderat mitgetragen und sind langfristig auf Gemeinwohl ausgerichtet.

Regionale Wertschöpfung

Gewinne und Investitionsmittel bleiben vor Ort. Mittel fließen in lokale Infrastruktur und Arbeitsplätze statt in Konzernzentralen. Unsere Stadtwerke sind ein attraktiver und beliebter Arbeitgeber in der Region. Jeder neu geschaffene Arbeitsplatz im Handwerk oder Ingenieurwesen stärkt die lokale Wirtschaft.

Faire Tarife und soziale Verpflichtung

Überschüsse der Stadtwerke können als Gewinnabführung den Haushalt der Stadt Schüttorf und der Gemeinde Emsbüren zugutekommen oder gezielt für soziale und kulturelle Zwecke verwendet werden (z.B. Verlustabdeckung der Bäder, Energie-Spar-Förderungen oder günstige Grundversorgungstarife für Bedürftige). Private Konzerne würden so einen Teil der Gewinne in Aktionärsrenditen stecken.

Klimaschutz und Versorgungssicherheit

Kommunale Versorger können unabhängig agieren, um klimafreundliche Technologien wie Solar-, Wind- und Bioenergie massiv auszubauen. Das verbessert die regionale Versorgungssicherheit – Dürreperioden oder geopolitische Krisen wirken sich auf lokale selbst erzeugte Energie weniger aus.

Unsere Stadtwerke Schüttorf–Emsbüren GmbH sind ein großer Gewinn für unsere Region. Wir unterstützen den Einsatz unserer kommunalen Energiegesellschaft, gezielt in erneuerbare Energien zu investieren, etwa durch weitere Windenergieanlagen an geeigneten Standorten, große Photovoltaik-Projekte auf städtischen Dächern und Speicherungstechnologien

Zusätzlich fördern die Stadtwerke Energieeffizienz: Ein Sanierungsprogramm für öffentliche Gebäude, kostenlose Energieberatungen für Bürger:innen und eine Modernisierung der Straßenbeleuchtung auf sparsame LED. Mit der SWSE wollen wir ein Nahwärmenetz prüfen – z.B. Nutzung der Abwärme aus der Kläranlage bzw. eines BHKW an zentraler Stelle – um Strom und Wärme lokal zu koppeln.

Klimaziele: Unsere Politik orientiert sich an den norddeutschen Klimazielen – Niedersachsen strebt Klimaneutralität bis 2040 an. Wir wollen durch lokale Produktion von Ökostrom und -wärme die CO₂-Bilanz der Stadt schnell senken und mit einem Klimareport jährlich die Fortschritte messen (z. B. Anteil erneuerbarer Energien im Strom-Mix, CO₂-Emissionen pro Kopf).

Netzstabilität und Infrastruktur

Als lokaler Netzbetreiber kennen unsere Stadtwerke alle Leitungen und Transformatoren in Stadt und Gemeinde. Bei Störungen sind sie schnell vor Ort. Zudem können Stadtwerke intelligente Netze entwickeln, die ein auf erneuerbaren Energien basierendes System effizienter machen.


Landwirtschaft

Die Landwirtschaft prägt unsere Samtgemeinde Schüttorf – wirtschaftlich, landschaftlich und kulturell. Damit das auch in Zukunft so bleibt, wollen wir Landwirt:innen aktiv dabei unterstützen, ihre Betriebe nachhaltig, zukunftsfähig und wirtschaftlich tragfähig aufzustellen.

Die Anforderungen an die Landwirtschaft haben sich in den letzten Jahren deutlich verändert: Klimakrise, steigende Erwartungen an Tierwohl und Umweltschutz, Preisdruck auf dem Weltmarkt und verändertes Konsumverhalten stellen viele Betriebe vor große Herausforderungen. Gleichzeitig wächst die Bedeutung regionaler, qualitativ hochwertiger Lebensmittel.

Wir GRÜNE setzen uns für eine Landwirtschaft ein, die im Einklang mit Natur und Klima arbeitet, die Artenvielfalt schützt und Tiere artgerecht hält. Landwirt:innen sollen von ihrer Arbeit gut leben können – ohne immer weiter wachsen zu müssen. Umwelt-, Klima- und Tierschutz dürfen kein wirtschaftlicher Nachteil sein, sondern müssen sich lohnen.


KONKRETE MAßNAHMEN FÜR DIE SAMTGEMEINDE SCHÜTTORF


STEUERUNG

Wir wollen die bäuerlich geprägte Landwirtschaft in unserer Region stärken und einer weiteren Industrialisierung entgegenwirken. In der noch laufenden Ratsperiode wurde auf unseren Gruppenantrag hin gemeinsam mit allen Beteiligten ein Steuerungskonzept für Tierhaltungsanagen erarbeitet und beschlossene. Dieses bestehende Steuerungskonzept muss konsequent umgesetzt werden.

VORBILDFUNKTION

Kommunale landwirtschaftliche Flächen sollen eine Vorbildfunktion einnehmen. Bei Neuverpachtungen wollen wir ökologische Kriterien stärker berücksichtigen – etwa durch extensive Bewirtschaftung, den Verzicht auf chemisch-synthetische Pflanzenschutzmittel und Maßnahmen zum Erhalt der Bodenfruchtbarkeit und Biodiversität.

LOKALE WERTSCHÖPFUNG

Wir wollen regionale Wertschöpfungsketten stärken. Initiativen zur regionalen Vermarktung, Erzeugergemeinschaften und Direktvermarktung sollen gezielt unterstützt werden – auch durch kommunale Wirtschaftsförderung. Ziel ist es, Produzent:innen und Verbraucher:innen näher zusammenzubringen und faire Preise zu ermöglichen.

Die Umstellung auf ökologische und besonders nachhaltige Bewirtschaftungsformen wollen wir aktiv begleiten und fördern. Beratung, Vernetzung und Kooperationen spielen dabei eine zentrale Rolle.

GESELLSCHAFTLICHER DIALOG

Darüber hinaus setzen wir uns für einen stärkeren Dialog zwischen Landwirtschaft und Gesellschaft ein. Transparenz, gegenseitiges Verständnis und regionale Partnerschaften sind entscheidend, um tragfähige Lösungen für die Zukunft zu entwickeln.

KLIMAANPASSUNG

Klimaanpassung ist gerade auch in der Landwirtschaft existenziell wichtig. Wir wollen Maßnahmen unterstützen, die Böden widerstandsfähiger machen, Wasser besser speichern und Erträge langfristig sichern.


Tierschutz

Ein verantwortungsvoller Umgang mit Tieren ist ein zentraler Bestandteil grüner Politik. Tiere sind Mitgeschöpfe und verdienen Schutz, Respekt und eine artgerechte Behandlung. Auch auf kommunaler Ebene tragen wir Verantwortung dafür, dass das Tierschutzrecht konsequent umgesetzt wird und das Wohl der Tiere vor Ort verbessert wird.

Die Anforderungen an den Tierschutz sind in den letzten Jahren gestiegen – gleichzeitig stehen Tierheime und ehrenamtliche Strukturen zunehmend unter Druck. Wir wollen diese wichtige Arbeit stärken und den Tierschutz in der Samtgemeinde Schüttorf aktiv weiterentwickeln.


KONKRETE MAßNAHMEN FÜR DIE SAMTGEMEINDE SCHÜTTORF


FUNDTIERE

Tierheime leisten eine unverzichtbare gesellschaftliche Aufgabe. Wir setzen uns dafür ein, dass die Kosten für die Unterbringung von Fundtieren sowie von amtlich sichergestellten Tieren vollständig aus kommunalen Mitteln gedeckt werden. Diese Aufgabe darf nicht von Spenden abhängig sein.

Die Adoption von Tieren aus dem Tierheim wollen wir attraktiver machen. Deshalb setzen wir uns für eine zeitlich befristete Ermäßigung der Hundesteuer für Hunde aus dem Tierheim ein.

FÜR MENSCH UND HUND

Wir wollen weitere geeignete Flächen ausweisen, auf denen Hunde kontrolliert frei laufen können – auch unter Berücksichtigung von Natur- und Artenschutz, etwa während der Brut- und Setzzeit.

ANERKENNUNG FÜR TIERSCHUTZ

Das Engagement von Bürger:innen im Tierschutz verdient mehr Sichtbarkeit und Anerkennung. Deshalb möchten wir einen kommunalen Tierschutzpreis einführen, der regelmäßig für besonderes Engagement verliehen wird.

TIERSCHUTZ ALS QUERSCHNITTSAUFGABE

Darüber hinaus wollen wir die Zusammenarbeit zwischen Kommune, Tierheimen, Tierschutzvereinen und ehrenamtlich Engagierten stärken. Prävention spielt dabei eine wichtige Rolle – etwa durch Aufklärung über artgerechte Tierhaltung und verantwortungsbewusste Anschaffung von Haustieren.

Langfristig setzen wir uns dafür ein, dass Tierschutz als Querschnittsaufgabe stärker in kommunale Entscheidungen einbezogen wird – von der Stadtplanung bis hin zur Öffentlichkeitsarbeit.


Bauen und Wohnen

Schüttorf und die Mitgliedsgemeinden der Samtgemeinde bieten eine hohe Lebensqualität. Diese wollen wir sichern und weiterentwickeln – durch eine nachhaltige, soziale und klimagerechte Stadtentwicklung.

Der Druck auf den Wohnungsmarkt ist auch in unserer Region spürbar gestiegen. Gleichzeitig sind Flächen begrenzt und der Schutz von Natur und Freiraum wichtiger denn je. Für uns gilt daher weiterhin: Innenentwicklung hat Vorrang vor weiterer Flächenversiegelung im Außenbereich. Das bedeutet, vorhandene Potenziale besser zu nutzen, dichter zu bauen und neue Formen des Wohnens zu ermöglichen.

Eine moderne Stadtentwicklung schafft nicht nur Wohnraum, sondern auch lebenswerte Räume für Begegnung, Bewegung und gesellschaftlichen Zusammenhalt. Kurze Wege, klimafreundliche Mobilität und eine gute soziale Infrastruktur gehören für uns untrennbar dazu.


KONKRETE MAßNAHMEN FÜR DIE SAMTGEMEINDE SCHÜTTORF


NACHHALTIGE STADTENTWICKLUNG

Um den Bedarf an Wohn- und Gewerbeflächen verantwortungsvoll zu decken, wollen wir die Innenentwicklung konsequent stärken. Dazu gehört ein aktuelles und umfassendes Baulücken- und Leerstandskataster, das systematisch Potenziale im bestehenden Siedlungsbereich erfasst und aktiviert.

Die kommunale Wohnungsgesellschaft soll eine stärkere Rolle bei der Schaffung von bezahlbarem Wohnraum übernehmen. Dafür braucht sie eine klare strategische Ausrichtung und ausreichend personelle sowie finanzielle Ressourcen.

Wir setzen uns für eine aktive kommunale Bodenpolitik ein. Durch den gezielten Ankauf von Flächen und die Nutzung von Vorkaufsrechten kann die Kommune stärker Einfluss auf die Entwicklung von Wohnraum, Preisen und ökologischen Standards nehmen. Grundstücke sollen verstärkt nach Konzept vergeben werden – mit klaren Vorgaben für bezahlbares Wohnen und Klimaschutz.

Bestehende Bau- und Gewerbeflächen wollen wir auf Nachverdichtungspotenziale prüfen und Bebauungspläne dort anpassen, wo sie eine sinnvolle Entwicklung verhindern. Gleichzeitig sollen ungenutzte, baureife Grundstücke im Innenbereich verstärkt aktiviert werden.

Wir wollen innovative Lösungen fördern, etwa die Aufstockung bestehender Gebäude, den Ausbau von Dachgeschossen und die Kombination von Wohnen und Gewerbe.

Einzelhandel zur Grundversorgung gehört in die Ortskerne und Wohngebiete. Neue Ansiedlungen „auf der grünen Wiese“ lehnen wir ab.

Neue Gewerbe- und Bauflächen sollen nur bedarfsgerecht ausgewiesen werden. Eingriffe in Natur und Landschaft müssen konsequent minimiert und vollständig ausgeglichen werden. Umweltverträglichkeitsprüfungen sollen frühzeitig und umfassend erfolgen.

Klimagerechtes Bauen ist für uns zentral: Wir setzen auf nachhaltige Baustoffe, energieeffiziente Bauweisen, erneuerbare Energien sowie Dach- und Fassadenbegrünung. Gleichzeitig wollen wir Maßnahmen zur Klimaanpassung stärken, etwa durch Entsiegelung, Regenwassermanagement und mehr Stadtgrün.

BEZAHLBARER WOHNRAUM FÜR ALLE

Wohnen ist ein Grundbedürfnis und Teil der öffentlichen Daseinsvorsorge. Unser Ziel ist, dass alle Menschen in der Samtgemeinde Schüttorf guten und bezahlbaren Wohnraum finden – unabhängig von Einkommen oder Lebenssituation.

Die steigenden Mieten und Baukosten machen es immer mehr Menschen schwer, angemessenen Wohnraum zu finden. Deshalb wollen wir den sozialen Wohnungsbau deutlich stärken.

Wir setzen uns dafür ein, dass bei neuen Wohnbauprojekten ein verbindlicher Anteil von mindestens 25 % für geförderten oder preisgebundenen Wohnraum vorgesehen wird.

Um den Rückgang von Sozialwohnungen auszugleichen, wollen wir gezielt Belegungsrechte im Bestand sichern und ausbauen.

Wohnraum muss Wohnraum bleiben. Deshalb wollen wir gegen Zweckentfremdung vorgehen – etwa durch eine kommunale Satzung, die die Umwandlung von Wohnraum in Ferienwohnungen oder gewerbliche Nutzungen begrenzt.

Darüber hinaus wollen wir neue Wohnformen unterstützen – wie gemeinschaftliches Wohnen, generationenübergreifende Projekte oder bezahlbare Mietmodelle für junge Menschen, Familien, ältere Menschen und Menschen mit Behinderung, die selbstbestimmt wohnen wollen.


Bildung und Kinderbetreuung

Bildung und gute Kinderbetreuung sind zentrale Voraussetzungen für Chancengerechtigkeit, gesellschaftlichen Zusammenhalt und eine lebenswerte Kommune. In den vergangenen Jahren wurde in Schüttorf viel erreicht – dennoch stehen wir weiterhin vor großen Herausforderungen.

Der Bedarf an Betreuungsplätzen wächst, die Anforderungen an Qualität und Flexibilität steigen, und der Fachkräftemangel stellt viele Einrichtungen vor große Probleme. Gleichzeitig haben Familien unterschiedliche Lebensrealitäten, auf die wir besser eingehen müssen.

Unser Ziel ist eine verlässliche, qualitativ hochwertige und bedarfsgerechte Bildungs- und Betreuungslandschaft – von der Kita bis zur Schule.


KONKRETE MAßNAHMEN FÜR DIE SAMTGEMEINDE SCHÜTTORF


KINDERBETREUUNG

Wir setzen uns für den weiteren Ausbau und die qualitative Verbesserung der Kinderbetreuung ein. Der Bedarf an Kita- und Krippenplätzen muss regelmäßig und vorausschauend ermittelt werden, damit Engpässe frühzeitig erkannt und vermieden werden.

Mit Blick auf den ab 2026 geltenden Rechtsanspruch auf Ganztagsbetreuung im Grundschulalter wollen wir die entsprechenden Angebote bedarfsgerecht und flexibel ausbauen. Ziel ist eine verlässliche Betreuung, die den Alltag von Familien spürbar erleichtert.

Die Betreuungszeiten müssen sich an den realen Bedürfnissen der Familien orientieren. Deshalb wollen wir regelmäßige Bedarfsabfragen durchführen und flexible Lösungen ermöglichen – auch in Randzeiten und in Schulferienzeiten. Eine Betreuung zwischen 7:00 und 18:00 Uhr soll dort gewährleistet werden, wo sie benötigt wird.

Die Qualität der Betreuung steht für uns im Mittelpunkt. Dazu gehören gut ausgestattete Einrichtungen, angemessene Gruppengrößen und ausreichend qualifiziertes Personal.

Um dem Fachkräftemangel zu begegnen, wollen wir die Attraktivität der Arbeitsplätze in Kitas und Schulen erhöhen. Dazu möchten wir auch neuen Einrichtungen mit innovativen Betreuungskonzepten eine Chance geben, die für Arbeitnehmer*innen eine besondere Motivation sein können, in unserer Kommune in sozialen Berufen tätig werden zu wollen. Auch Angebote wie Gesundheitsförderung, Unterstützung bei der Wohnungssuche, gute Arbeitsbedingungen und moderne Ausstattung gehören dazu.

GESUNDES ESSEN

Gesunde Ernährung ist ein wichtiger Bestandteil von Bildung und Betreuung. Wir setzen uns für hochwertige, ausgewogene und möglichst regionale sowie ökologische Verpflegung in Kitas und Schulen ein. Eine vegetarische Option soll selbstverständlich Teil des Angebots sein. Die Empfehlungen der Deutsche Gesellschaft für Ernährung sollen dabei als verbindlicher Standard dienen.

RÄUME FÜR KINDER

Schulhöfe, Spielplätze und Sportanlagen wollen wir gemeinsam mit Kindern und Jugendlichen weiterentwickeln. Sie sollen Bewegung, Kreativität und Begegnung fördern und auch außerhalb der Betreuungszeiten möglichst öffentlich zugänglich sein. Insbesondere für Jugendliche braucht es auch in den Abendstunden einen Treffpunkt abseits von Spielplätzen.

GANZHEITLICHES LERNEN

Darüber hinaus wollen wir Bildung ganzheitlich denken: Demokratiebildung, Medienkompetenz und soziales Lernen sind zentrale Bausteine für eine starke Gesellschaft. Deshalb setzen wir uns für einen kommunalen Fördertopf ein, mit dem Projekte von Kindern und Jugendlichen – etwa zu Demokratie, Vielfalt und gesellschaftlichem Zusammenhalt – unterstützt werden.


Gesundheitsversorgung

Gesundheit ist eine zentrale Voraussetzung für Lebensqualität und gesellschaftliche Teilhabe. Der Zugang zu guter medizinischer Versorgung und wirksamer Prävention muss für alle Menschen gewährleistet sein – unabhängig von Alter, Einkommen oder Wohnort.

Die Erfahrungen der vergangenen Jahre durch die Pandemie, den Fachkräftemangel und die steigenden Anforderungen an Pflege und Versorgung älterer Menschen und Menschen mit Unterstützungsbedarf haben gezeigt, wie wichtig ein starkes, verlässliches und krisenfestes Gesundheitssystem ist. Auch wenn viele Entscheidungen auf Bundes-, Landes- und Kreisebene getroffen werden, hat die kommunale Ebene eine entscheidende Rolle: insbesondere bei der Gesundheitsförderung, Prävention und der Sicherstellung wohnortnaher Angebote.

Unser Ziel ist eine Gesundheitsversorgung, die verlässlich, wohnortnah und zukunftsfähig ist – und die den Menschen in den Mittelpunkt stellt.


KONKRETE MAßNAHMEN FÜR DIE SAMTGEMEINDE SCHÜTTORF


GESUNDHEIT ALS QUERSCHNITTSAUFGABE

Wir verstehen Gesundheit als kommunale Querschnittsaufgabe. Das bedeutet: Gesundheit muss in allen politischen Bereichen mitgedacht werden – von Stadtentwicklung über Verkehr bis hin zu Bildung, Umwelt und sozialen Angeboten („Health in all policies“).

Wir wollen gesundheitsfördernde Lebensbedingungen schaffen: durch mehr Bewegung im Alltag, saubere Luft, attraktive Grünflächen sowie gut ausgestattete Bildungs- und Freizeiteinrichtungen.

STÄRKUNG DER MEDIZINISCHEN VERSORGUNG

Die Sicherstellung einer wohnortnahen medizinischen Versorgung bleibt eine zentrale Herausforderung – insbesondere im ländlichen Raum. Deshalb setzen wir auf eine enge Zusammenarbeit mit regionalen Akteur:innen wie der EUREGIO-KLINIK, dem Grafschafter Ärztenetz sowie weiteren Partnern im Gesundheitswesen.

Wir wollen die Ansiedlung von Ärzt:innen und medizinischem Fachpersonal aktiv unterstützen – etwa durch bessere Rahmenbedingungen, Unterstützung bei der Wohnraumsuche und gezielte Förderprogramme.

Innovative Versorgungsformen wollen wir stärker nutzen und fördern. Dazu gehören Telemedizin, mobile Angebote sowie der verstärkte Einsatz qualifizierter nichtärztlicher Gesundheitsberufe, um die Versorgung zu ergänzen und zu entlasten.

Die Einrichtung eines Medizinischen Versorgungszentrums (MVZ) in kommunaler oder gemeinnütziger Trägerschaft kann ein wichtiger Baustein für eine stabile Versorgung sein. Wir wollen entsprechende Modelle prüfen und – wenn möglich – gemeinsam mit regionalen Partnern umsetzen.

PFLEGE UND UNTERSTÜTZUNG IM ALLTAG

Immer mehr Menschen sind auf Pflege und Unterstützung angewiesen. Unser Ziel ist es, ihnen ein möglichst selbstbestimmtes Leben in ihrer vertrauten Umgebung zu ermöglichen.

Wir setzen uns für den Ausbau und die Weiterentwicklung von Beratungs- und Unterstützungsangeboten für pflegebedürftige Menschen und ihre Angehörigen ein. Dazu gehören niedrigschwellige Hilfen, wohnortnahe Beratung und eine bessere Vernetzung bestehender Angebote.

Ausreichende Plätze in der Tagespflege, Kurzzeitpflege und Entlastungsangeboten sind entscheidend, um Familien zu unterstützen. Hier sehen wir weiteren Handlungsbedarf.

FACHKRÄFTESICHERUNG IN DER PFLEGE

Der Fachkräftemangel im Gesundheits- und Pflegebereich ist eine der größten Herausforderungen der vergangenen und kommenden Jahre. Der demografische Wandel wird diese Situation weiter verschärfen.

Wir setzen uns für eine vorausschauende Planung ein, etwa durch eine regelmäßige Pflegeberichterstattung, die Bedarfe transparent macht. Gleichzeitig wollen wir Maßnahmen unterstützen, die den Pflegeberuf attraktiver machen – etwa durch bessere Arbeitsbedingungen, Unterstützung bei der Wohnungssuche und stärkere gesellschaftliche Anerkennung.

STÄRKUNG DES ÖFFENTLICHEN GESUNDHEITSDIENSTES

Ein leistungsfähiger Öffentlicher Gesundheitsdienst ist unverzichtbar – nicht nur in Krisenzeiten. Wir unterstützen seine weitere personelle und strukturelle Stärkung, damit er seine Aufgaben in Prävention, Beratung und Krisenmanagement umfassend erfüllen kann.


Kulturpolitik

Kultur macht unsere Samtgemeinde lebendig. Sie schafft Begegnung, stärkt den gesellschaftlichen Zusammenhalt und trägt wesentlich zur Lebensqualität bei. Schüttorf verfügt über eine vielfältige Kulturszene – von ehrenamtlichem Engagement über lokale Initiativen bis hin zu etablierten Einrichtungen.

Nach den Herausforderungen der vergangenen Jahre gilt es, diese kulturelle Vielfalt weiter zu stärken, neue Impulse zu setzen und Kultur für alle zugänglich zu machen. Unser Ziel ist eine offene, lebendige und zukunftsfähige Kulturlandschaft, die Menschen verbindet und kreative Räume schafft.


KONKRETE MAßNAHMEN FÜR DIE SAMTGEMEINDE SCHÜTTORF


STÄRKUNG DER KULTURSZENE UND DES EHRENAMTS

Kulturelles Leben in Schüttorf wird maßgeblich durch ehrenamtliches Engagement getragen. Dieses Engagement wollen wir stärken und langfristig sichern.

Wir setzen uns für eine optimale Vernetzung der Kulturschaffenden ein und wollen die professionellen Unterstützungsstrukturen, die wir in den vergangenen Jahren etabliert haben, erhalten und ausbauen – etwa durch Beratung, Koordination und gemeinsame Plattformen.

Ehrenamtliche Kulturarbeit braucht verlässliche Rahmenbedingungen. Dazu gehören Wertschätzung, Unterstützung bei Organisation und Finanzierung sowie Entlastung durch hauptamtliche Strukturen.

KULTURFÖRDERUNG UND INFRASTRUKTUR

Bestehende Kultureinrichtungen wollen wir sichern und gezielt weiterentwickeln. Dazu zählen unter anderem Theater, Museen, kulturelle Begegnungsorte sowie Einrichtungen wie das „Komplex“. Eine verlässliche finanzielle Ausstattung ist dafür unerlässlich.

Auch die Samtgemeindebücherei spielt eine zentrale Rolle für Bildung und kulturelle Teilhabe. Wir wollen sie personell und finanziell so ausstatten, dass sie ihr Angebot – auch im digitalen Bereich – kontinuierlich weiterentwickeln kann.

Kultur soll für alle zugänglich sein. Deshalb setzen wir uns für niedrigschwellige Angebote, barrierefreie Zugänge und eine stärkere kulturelle Teilhabe aller Bevölkerungsgruppen ein.

KUNST IM ÖFFENTLICHEN RAUM UND REGIONALE KÜNSTLER*INNEN

Wir wollen regionale Künstler:innen stärker sichtbar machen und fördern – etwa durch Ausstellungsreihen, Projekte im öffentlichen Raum und Kooperationen mit lokalen Einrichtungen. Die „Alte Kirchschule“ könnte zum Beispiel Künster:innen als Ausstellungsraum für Kunstwerke mit einer Vernissage und einer Finissage zur Verfügung gestellt werden.

Die bestehenden Kunstprojekte und Skulpturenwege wie kunstwegen und raumsichten sind wichtige kulturelle Aushängeschilder unserer Region. Wir setzen uns dafür ein, diese dauerhaft zu pflegen, weiterzuentwickeln, aktiv zu bewerben und – wo sinnvoll – durch neue Projekte zu ergänzen.

KULTUR, GESCHICHTE UND IDENTITÄT

Die Geschichte unserer Stadt und Samtgemeinde ist ein wichtiger Teil unserer Identität. Wir wollen sie bewahren, aufarbeiten und für alle erlebbar machen – durch Projekte, Ausstellungen und digitale Angebote.

Denkmalschutz ist dabei ein wichtiger Baustein. Wir wollen historische Gebäude erhalten und die Rahmenbedingungen für Eigentümer*innen verbessern, damit Denkmalschutz praktikabel und attraktiv bleibt.

Heimatvereine, Geschichtsinitiativen und Kunstprojekte leisten hier wertvolle Arbeit. Wir wollen sie stärker unterstützen und besser in die Öffentlichkeitsarbeit der Samtgemeinde einbinden.

JUGENDKULTUR UND ZUKUNFT

Junge Menschen brauchen Räume für Kreativität, Austausch und kulturelle Entfaltung. Deshalb wollen wir gezielt Jugendkultur fördern – etwa durch eigene Förderprogramme, Projektmittel und geeignete Räume.

Auch neue kulturelle Formate – von digitalen Projekten bis hin zu interdisziplinären Veranstaltungen – wollen wir unterstützen und ermöglichen.

Moderne Verwaltung

Eine moderne Verwaltung ist bürgernah, transparent, effizient und serviceorientiert. Sie versteht sich als Dienstleisterin und Partnerin der Bürger:innen und Unternehmen. Unser Ziel ist eine Verwaltung, die einfach zugänglich ist, schnell arbeitet und Vertrauen schafft.

Die digitale Transformation eröffnet große Chancen, Verwaltungsprozesse zu vereinfachen und zu beschleunigen. Gleichzeitig gilt: Nicht alle Menschen können oder wollen digitale Angebote nutzen. Deshalb setzen wir konsequent auf eine Kombination aus digitalen und analogen Angeboten – barrierefrei, verständlich und für alle zugänglich.


KONKRETE MAßNAHMEN FÜR DIE SAMTGEMEINDE SCHÜTTORF


DIGITALISIERUNG UND SERVICEORIENTIERUNG

Wir wollen die Digitalisierung der Verwaltung konsequent vorantreiben und an den Bedürfnissen der Bürger:innen ausrichten. Grundlage dafür ist eine moderne E-Government-Strategie, die alle zentralen Dienstleistungen digital zugänglich macht – einfach, sicher und nutzerfreundlich.

Dabei setzen wir auf das Prinzip „einmal erfassen, mehrfach nutzen“: Daten sollen innerhalb der Verwaltung effizient genutzt werden, sodass Bürger:innen und Unternehmen Informationen nicht mehrfach einreichen müssen.

Digitale Angebote müssen barrierefrei, verständlich und datenschutzkonform sein. Gleichzeitig bleiben analoge Zugänge vollständig erhalten.

Eine zentrale Rolle kann eine moderne „Schüttorf-App“ spielen, die Informationen bündelt – von Verwaltungsdienstleistungen über Veranstaltungen bis hin zu lokalen Angeboten – und digitale Terminvereinbarungen ermöglicht.

STARKE VERWALTUNG – GUTE ARBEITSBEDINGUNGEN

Eine leistungsfähige Verwaltung braucht gut ausgebildete und motivierte Mitarbeitende. Wir setzen uns für kontinuierliche Fort- und Weiterbildungen ein, insbesondere im Bereich Digitalisierung.

Um dem Fachkräftemangel entgegenzuwirken, wollen wir die Verwaltung als attraktive Arbeitgeberin stärken – durch gute Arbeitsbedingungen, flexible Arbeitsmodelle und moderne Arbeitsplätze.

TRANSPARENZ UND BETEILIGUNG

Transparenz ist Grundlage für Vertrauen in politische Entscheidungen. Wir wollen Entscheidungsprozesse nachvollziehbar machen und Bürger:innen stärker einbinden.

Dazu gehört für uns auch, öffentliche Sitzungen der kommunalen Gremien digital zugänglich zu machen – etwa durch Livestreams oder Mediatheken. So können mehr Menschen an politischen Prozessen teilhaben.

NACHHALTIGE UND FAIRE BESCHAFFUNG

Die Samtgemeinde hat eine Vorbildfunktion bei der Beschaffung von Waren und Dienstleistungen. Als Teil der „Fairtrade-Towns“ setzen wir uns für die Einhaltung sozialer und ökologischer Standards ein.

Regionale Produkte und Dienstleistungen sollen – wo möglich – bevorzugt werden. Nachhaltigkeit, Klimaschutz und faire Arbeitsbedingungen müssen feste Kriterien bei Vergaben sein.

GLEICHSTELLUNG UND DIVERSITÄT

Eine moderne Verwaltung steht für Gleichberechtigung und Vielfalt. Wir setzen uns für eine geschlechtergerechte und vielfältige Besetzung in allen Bereichen und Führungsebenen ein.

Darüber hinaus ist uns eine diskriminierungsfreie, inklusive und geschlechtergerechte Sprache wichtig – sowohl in der internen Kommunikation als auch in allen öffentlichen Auftritten.

Die wichtige Arbeit der Gleichstellungsbeauftragten wird in unserer Samtgemeinde derzeit nur von einer Person im Ehrenamt gegen eine geringe Aufwandsentschädigung durchgeführt. Die Begleitung von Personalverfahren der Verwaltung, Durchführung von Informationsveranstaltungen, Öffentlichkeitsarbeit und Beratungen einzelner Menschen ist jedoch mit einem sehr hohen Zeitaufwand verbunden. Diese umfangreiche und vielfältige Arbeit ist im Ehrenamt kaum zu leisten. Deshalb möchten für die Gleichstellungsarbeit in der Samtgemeinde eine halbe Personalstelle schaffen, damit alle Bevölkerungsgruppen und auch die Mitarbeitenden in der Verwaltung im Rahmen der Gleichstellung eine konkrete, gut erreichbare und fair bezahlte Ansprechperson haben.


Wirtschaftspolitik mit Weitblick

Eine starke, nachhaltige und krisenfeste Wirtschaft ist die Grundlage für Wohlstand, gute Arbeitsplätze und Lebensqualität in unserer Samtgemeinde Schüttorf. Unser Ziel ist eine Wirtschaftspolitik, die ökologische Verantwortung, soziale Gerechtigkeit und wirtschaftlichen Erfolg miteinander verbindet.

Die Herausforderungen haben sich in den letzten Jahren deutlich verändert: Klimaschutz, Energiepreise, Digitalisierung, Fachkräftemangel und globale Unsicherheiten stellen Unternehmen vor große Aufgaben. Gleichzeitig entstehen neue Chancen – insbesondere für nachhaltige Geschäftsmodelle, regionale Wertschöpfung und innovative Technologien.

Wir GRÜNE wollen diese Transformation aktiv gestalten und die Unternehmen vor Ort dabei unterstützen, zukunftsfähig zu bleiben.


KONKRETE MAßNAHMEN FÜR DIE SAMTGEMEINDE SCHÜTTORF


STÄRKUNG DER LOKALEN WIRTSCHAFT

Wir setzen uns für eine aktive, transparente und serviceorientierte Wirtschaftsförderung ein. Die Kommune soll als Vernetzerin auftreten und Unternehmen, Handwerk, Dienstleistende und Start-ups gezielt zusammenbringen.

Besonders kleine und mittlere Unternehmen wollen wir stärker unterstützen – etwa durch passgenaue Beratungsangebote, Förderprogramme und bessere Zugänge zu Netzwerken.

DIGITALISIERUNG UND INNOVATION

Digitalisierung ist ein entscheidender Wettbewerbsfaktor. Wir wollen Unternehmen vor Ort dabei unterstützen, digitale Prozesse, Geschäftsmodelle und Vertriebskanäle weiterzuentwickeln.

Der stationäre Einzelhandel steht unter hohem Druck durch den Online-Handel. Deshalb setzen wir auf intelligente Verknüpfungen von digitalem und lokalem Angebot. Eine regionale Online-Plattform sowie ein strategischer Ansatz wie ein „Smarter Handeln Schüttorf“-Konzept können dazu beitragen, die Wettbewerbsfähigkeit zu stärken. Das bedingt auch eine optimale Digitale Infrastruktur.

ATTRAKTIVE INNENSTADT UND NACHHALTIGER HANDEL

Eine lebendige Innenstadt ist ein zentraler Standortfaktor. Wir wollen die Aufenthaltsqualität weiter verbessern und neue Nutzungskonzepte fördern. Einzelne Ladenlokale stehen seit mehreren Jahren leer.

Wir benötigen neue innovative Angebote und nachhaltige Geschäftsmodelle. Dafür setzen wir auf ein aktives Leerstandsmanagement, das Flächen gezielt vermittelt und neue Nutzungen ermöglicht – auch durch kommunale Unterstützung. Auch Nutzungsänderungen bei jahrelangen Leerständen von Gewerbe zum Wohnraum könnten in Einzelfällen als Lösung in Betracht kommen.

FACHKRÄFTE UND ARBEITSMARKT

Die Sicherung von Fachkräften ist eine der größten Herausforderungen für die regionale Wirtschaft. Wir wollen die Zusammenarbeit zwischen Unternehmen, Bildungseinrichtungen und Verwaltung stärken, um Bedarfe frühzeitig zu erkennen und Lösungen zu entwickeln.

Die Kommune kann hierbei unterstützen – etwa durch Vernetzung, Standortmarketing und Maßnahmen zur Verbesserung der Lebensqualität, die Fachkräfte anziehen und binden.

Inklusion am Arbeitsmarkt ist für uns ein wichtiges Ziel. Modelle wie „Job Carving“ können dazu beitragen, mehr Menschen mit Behinderung in reguläre Beschäftigung zu bringen. Unternehmen sollen dabei gezielt beraten und unterstützt werden.

NACHHALTIGKEIT ALS WIRTSCHAFTSFAKTOR

Klimaschutz und Ressourcenschonung sind zentrale Zukunftsaufgaben – und gleichzeitig wirtschaftliche Chancen. Wir wollen Unternehmen dabei unterstützen, nachhaltiger zu wirtschaften und neue Geschäftsfelder zu erschließen.

Regionale Wirtschaftskreisläufe, kurze Lieferketten und energieeffiziente Produktion stärken die Resilienz unserer Wirtschaft und sichern Arbeitsplätze vor Ort.

FLÄCHENMANAGEMENT UND INTERKOMMUNALE ZUSAMMENARBEIT

Gewerbeflächen sind begrenzt und müssen verantwortungsvoll genutzt werden. Wir setzen uns für ein nachhaltiges Gewerbeflächenmanagement ein, das auf Flächensparen, Nachverdichtung und interkommunale Zusammenarbeit setzt.

Ein Wettbewerb zwischen Kommunen um immer neue Flächen und niedrigere Preise lehnen wir ab. Stattdessen wollen wir gemeinsam mit Nachbarkommunen strategisch planen und vorhandene Potenziale besser nutzen.


Tourismus

Tourismus ist ein wichtiger Bestandteil regionaler Entwicklung und Lebensqualität – für Gäste ebenso wie für die Menschen vor Ort. Unser Ziel ist ein nachhaltiger, sanfter Tourismus, der Natur, Umwelt und gewachsene Strukturen schützt und gleichzeitig die Attraktivität unserer Samtgemeinde stärkt.

Schüttorf und seine Umgebung bieten vielfältige Potenziale: eine reizvolle Landschaft, gut ausgebaute Rad- und Wanderwege, kulturelle Angebote sowie eine lebendige Geschichte. Diese Stärken wollen wir gezielt weiterentwickeln und besser sichtbar machen.

Dabei gilt: Die beste Werbung für unsere Region sind zufriedene Bürger:innen. Deshalb wollen wir Tourismus so gestalten, dass er auch für die Menschen vor Ort einen Mehrwert schafft. In den letzten Jahren hat die Samtgemeinde durch die Neustrukturierung des Stadtmarketings und des Tourismus und einem engagierten Team von Mitarbeiterinnen schon eine sehr gute Richtung eingeschlagen. Wir wollen diesen Weg weiter gehen.


KONKRETE MAßNAHMEN FÜR DIE SAMTGEMEINDE SCHÜTTORF


SANFTER TOURISMUS UND INFRASTRUKTUR

Wir setzen auf einen nachhaltigen Tourismus, der insbesondere Rad-, Wander- und Naturtourismus stärkt. Dafür braucht es eine hochwertige Infrastruktur: gut ausgebaute und beschilderte Wege, attraktive Rastmöglichkeiten, digitale Informationsangebote und eine gute Anbindung an den öffentlichen Nahverkehr.

Auch klimafreundliche Mobilität spielt eine wichtige Rolle – etwa durch Fahrradverleihsysteme, Lademöglichkeiten für E-Bikes und eine bessere Vernetzung der Angebote.

KULTUR, VERANSTALTUNGEN UND ERLEBNISSE

Wir wollen bestehende Veranstaltungen stärken und neue Formate entwickeln – für Gäste ebenso wie für Einheimische. Dazu gehören Märkte, Konzerte, kulturelle Events, Open-Air-Angebote oder auch innovative Veranstaltungsformate.

Regionale Besonderheiten und die Geschichte Schüttorfs bieten großes Potenzial. Geschichten wie der „Schüttorfer Riese“, lokale Sagen und die textile Vergangenheit der Stadt wollen wir stärker in touristische Angebote integrieren und modern erzählen – auch digital.

REGIONALE ANGEBOTE UND WERTSCHÖPFUNG

Wir wollen neue touristische Angebote entwickeln, die Natur, Kultur und regionale Produkte miteinander verbinden. Denkbar sind thematische Routen, kulinarische Angebote, „Mikroabenteuer“ oder geführte Touren für unterschiedliche Zielgruppen.

Dabei setzen wir auf die enge Zusammenarbeit mit lokalen Betrieben, Initiativen und der Landwirtschaft. Lokale Produkte und Dienstleistungen sollen stärker in den Tourismus eingebunden werden.

VERNETZUNG UND ORGANISATION

Ein erfolgreicher Tourismus braucht gute Zusammenarbeit. Wir wollen die Vernetzung aller Akteur*innen aus Verwaltung, Wirtschaft, Ehrenamt und Politik beibehalten, wo nötig und machbar ausbauen und die Koordination stärken.

Unter dem Dach der Samtgemeinde liegt die klare Zuständigkeit für Tourismus. Hier wollen wir gemeinsam Projekte gezielt voranbringen und langfristig zu entwickeln.

ÜBERNACHTUNGEN UND SICHTBARKEIT

Um die Aufenthaltsdauer von Gästen zu erhöhen, wollen wir das Angebot an Übernachtungsmöglichkeiten bedarfsgerecht weiterentwickeln – in enger Abstimmung mit regionalen Partnern.

Ein übersichtliches, digitales Anbieterverzeichnis und Online-Buchungsmöglichkeiten sowie moderne Marketingstrategien sollen dazu beitragen, die touristischen Angebote besser sichtbar zu machen und neue Zielgruppen zu erreichen.

 

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